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Werkkomplex zum Glück
     
 

I / 29°     »Whereas the highly rational societies of the renaissance
felt the need to create utopias we of our times must create fables.«
Francis Alÿs

I / 29°     »Nicht nur die Taten, sondern auch die Geschichten, die Menschen erfinden, machen Geschichte. Zur Geschichte gehören nicht nur die Wirklichkeiten, die aus der Dritten-Person-Perspektive behandelt werden können, die Vorfälle selbst,
sondern auch die Phänomene, die erst durch die reflektierende und konstruktivistische Tätigkeit unserer Gehirne in die Welt kommen. [...] Geschichte hat demnach die charakteristische Eigenschaften eines selbstreferentiellen, ja vielleicht sogar evolutionären Prozesses, in dem alles untrennbar miteinander verwoben ist und
sich gegenseitig beeinflußt, was die Akteure des Systems, in unserem Fall die Menschen, hervorbringen – ihre Taten, Wahrnehmungen, Erinnerungen, Empfindungen, Schlußfolgerungen und Bewertungen –, und natürlich auch die Geschichten, die sie unwissentlich fortwährend erfinden.«
Wolf Singer: Wahrnehmen, Erinnern, Vergessen (S. 86);
Suhrkamp Verlag, Frankfurt; 2002

I / 29°     Konzeptarbeit zum Zyklus »Jagd nach dem Glück«
Mit der theoretischen Erarbeitung des Konzepts zum Projektzyklus »Jagd nach dem Glück« beginnt die Arbeitsserie. Das Projekt lehnt sich an Lewis Carrolls Fabel »The Hunting of the Snark« an. Diese berichtet von einer außergewöhnlichen Schatzsuche: Die Anwesenden, ein Captain, Makler, Bankier, Hutmacher, Billard-Markör, Bäcker und ein Biber, befinden sich auf der Suche nach dem »Schnatz«, worunter nach Carrolls Worten das Glück zu verstehen ist. Die Erzählung stellt das Empfinden und die Herangehensweise jedes einzelnen Protagonisten während dieser Jagd nach dem Glück in den Vordergrund. Wir bedienen uns des Nonsense-Gedichts und versuchen eine Form der Neubearbeitung. Die Fabel ist in acht Kapitel gegliedert und sie trägt die Unterzeile »Agonie in acht Krämpfen«. Präsentiert werden unsere sukzessiv entstehenden acht Kapitel respektive Arbeiten vorerst als einzelne Werke, schlußendlich in einem weiteren performativen Vortrag im Rahmen einer Ausstellung, die den Abschluß des Projektzyklus' darstellt:das Entwickeln einer Ausstellung zu dem Thema »Jagd nach dem Glück«, zu der wir Künstlerinnen und Künstler einladen wollen, die sich der Glückssuche anschließen.

II / 29°     »Auch ich bin schöpferisch, ich schöpfe Verdacht.« Oswald Wiener

III / 29°     »Lachen ist ersparter Verdrängungsaufwand.« Sigmund Freud

IIII / 29°     Alltagsprotokoll, Berlin 2003
Psychogeographische Karte: Eine Methode zur Aufzeichnung von
Erinnerungen, die im Alltag verlorengehen. (Eintrag folgt.)

IIIII / 29°     lexikalischer Eintrag: para
(Eintrag folgt.)


IIIIII / 29°    
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